Mit dem zweiten Tabellenplatz im Rücken reiste unsere A-Jugend der JSG Jümme am Samstagabend nach Westoverledingen – als vermeintlicher Favorit, aber der Fußball schreibt bekanntlich seine eigenen Geschichten.

Die Mannschaften vor dem Anpfiff zur Begrüßung
Und die begann diesmal alles andere als nach Plan.
Von Beginn an tat sich unsere JSG Jümme schwer, ins Spiel zu finden. Unkonzentriert, ohne den gewohnten Rhythmus – und auf der anderen Seite ein Gegner, der das offensichtlich spürte. Die JSG Völlen, die bis dahin noch keinen einzigen Punkt geholt hatte und an diesem Tag nur mit neun Spielern antrat, stemmte sich mit beeindruckender Leidenschaft dagegen. Wechseln war keine Option – dafür kämpften sie umso mehr. Und sie erarbeiteten sich tatsächlich die ein oder andere richtig gute Chance.

So plätscherte eine zerfahrene erste Hälfte dem torlosen Ende entgegen. Kein Feuerwerk, keine Dominanz – auf beiden Seiten eher Krampf als Klasse. Der Pausenpfiff kam für alle Beteiligten fast schon erlösend.

In der Kabine fand der Trainer unserer JSG dann deutliche Worte. Eine klare Ansprache, ein paar taktische Korrekturen im Spielaufbau – und unsere Mannschaft kam mit einem anderen Gesicht aus der Pause.
Es dauerte dennoch bis zur 73. Minute, ehe Lorenz den Bann brach und das erlösende 0:1 erzielte. Der Knoten war geplatzt. Kurz darauf legte er selbst nach – per Elfmeter nach einem Foulspiel zum 0:2-Endstand.

Drei Punkte, kein Gegentor, weiter ungeschlagen – auf dem Papier eine lupenreine Angelegenheit. Aber wer dabei war, weiß: Es war kein Galaauftritt unserer Mannschaft. Das Team ließ sich vom überraschend robusten Auftritt der Völlener aus dem Konzept bringen und fand über weite Strecken nicht zu ihrem eigenen Spiel.
Und trotzdem, oder gerade deshalb, ist die Freude über den Auswärtsdreier groß. Denn genau solche Spiele, in denen es einfach nicht laufen will, müssen einfach mal gewonnen werden.